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Wirtschaftsminister Glos zeichnete Unternehmen mit dem Ludwig-Erhard-Preis aus

Die Kautex Textron GmbH & Co. KG, vertreten durch ihr Werk in Wissen, und die Bielefelder Zahnarztpraxis Schöttelndreier & Dr. Rapsch haben den Ludwig-Erhard-Preis 2007 gewonnen. Bundeswirtschaftsminister Michael Glos überreichte den Vertretern beider Organisationen die Auszeichnungen für Spitzenleistungen im Wettbewerb am 6. November 2007 in Berlin. Der auf die Herstellung von Tanksystemen spezialisierte Automobilzulieferer gewann in der Kategorie “Mittlere Unternehmen mit bis zu 500 Mitarbeitern“, die Bielefelder Gemeinschaftspraxis für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde setzte sich in der Kategorie “Kleine Unternehmen mit bis zu 100 Mitarbeitern“ durch. In der Kategorie “Große Unternehmen mit über 500 Mitarbeitern“ wurde in diesem Jahr kein erster Preis vergeben.

Insgesamt betonte Glos die Bedeutung des Wettbewerbs. Danach habe die konsequente Umsetzung von Business Excellence zu nachhaltigen Verbesserungen in deutschen Unternehmen und Organisationen geführt. “Um die Herausforderungen der Globalisierung zu meistern, brauchen wir leistungsstarke, innovative Unternehmen, wie die Preisträger dieses Wettbewerbs“, sagte der Minister.

Bei Kautex hat ein umfassendes Verbesserungsmanagement zu einer "etablierten Verbesserungskultur" geführt. Auch beteiligt der Hersteller von Tanksystemen seine Mitarbeiter durch eigenständiges Handeln an der Unternehmensgestaltung. Mit einer Neudefinition der Zahnarztleistung verfolgt die Bielefelder Praxis eine hochwertige Strategie. Danach sichern umfangreiche Weiterbildungen aller drei Zahnärzte deren Fachkompetenz als Alleinstellungsmerkmal ab.

Zweiter bei den "Mittleren Unternehmen" wurde der Hamburger Gebäudereiniger GRG Services GmbH & Co. KG. Ausgezeichnet wurde der Dienstleister für das Engagement seiner Führungskräfte im Bereich Mitarbeitermotivation und deren positive Auswirkung auf die Identifikation mit dem Arbeitgeber. Der Bereich Motorenproduktion im Werk Untertürkheim der Daimler AG belegte als bestplatziertes Unternehmen in der Kategorie "Große Unternehmen" den zweiten Platz. Verbesserungsergebnisse wurden dort durch eine optimierte Logistik und reduzierten Montageaufwand in der Produktion erreicht.

Dritte wurden hier die Apetito AG aus Rheine und die Carl Zeiss SMT, Oberkochen. Durch einen auf die Kunden ausgerichteten Entwicklungs- und Herstellungsprozess hatte der Tiefkühlkostanbieter Produkte und Dienstleistungen mit nachhaltigem Mehrwert geschaffen. Der Carl Zeiss SMT attestierte die Jury, dass der Ausbau der Technologieführerschaft gemeinsam mit Kunden und Partnern aus Industrie und Wissenschaft in einem sich rasch verändernden Markt als Best Practice gelte.

Sowohl die Preisträger als auch die Finalisten schätzten den Beitrag eines exzellenten Qualitätsmanagement-Systems zum Unternehmenserfolg als sehr hoch ein. “Qualitätsmanagement stärkt Unternehmen und Organisationen“, sagte Wolfgang Kaerkes, Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Qualität (DGQ) am Rande der Preisverleihung. Wichtiger Erfolgsfaktor sei neben erfüllten Kundenwünschen, geförderten und geforderten Mitarbeitern, kontinuierlich verbesserten Managementsystemen vor allem die damit verbundene motivierende Haltung des Managements. Das gelte für den nationalen Wettbewerb, die wachsende Globalisierung, die steigenden Kundenforderungen sowie die zunehmenden Käuferansprüche an Produkte und Verhalten.

In diesem Jahr hatten sich mehr als 20 Unternehmen um den Ludwig-Erhard-Preis beworben. Insgesamt haben bisher mehr als 200 Unternehmen am Wettbewerb um den Preis teilgenommen. Doch die Anzahl der Unternehmen in Deutschland, die das Excellence-Modell anwenden, schätzt Kaerkes auf „deutlich höher als 2000“.

Der Ludwig-Erhard-Preis ist die höchste Auszeichnung für Unternehmensqualität in Deutschland. Getragen wird er von der„Initiative Ludwig-Erhard-Preis“. Dahinter stehen die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft, die Ludwig-Erhard-Stiftung, der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) und die DGQ.

Friedhelm Denkeler, 07.11.2007, Quelle: DGQ, Initiative Ludwig-Erhard-Preis

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Zoom Montage © Friedhelm Denkeler

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