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Signale für Aufschwung in 2004 sind erkennbar

Die deutsche Wirtschaft befindet sich zum Jahreswechsel in Aufbruchstimmung - die Investitionen ziehen an

Die Stimmungslage in ihrer Branche schätzen 25 der 43 vom Institut  der deutschen Wirtschaft Köln (IW) befragten Wirtschaftsverbände zum Jahreswechsel 2003/2004 besser ein als vor einem Jahr. Nur 5 Verbände nehmen ein schlechteres Geschäftsklima wahr als vor Jahresfrist. 13 Wirtschaftssparten berichten von einer unveränderten Lage. Die Konjunkturbelebung steht daher noch auf schwachen Beinen, da die vorherrschende Aufbruchstimmung im Wesentlichen auf der Erholung der Weltwirtschaft beruht, die der deutschen Exportwirtschaft neue Dynamik verleiht. Zwar honorieren die vom IW befragten Verbände die Bemühungen der Politik, den Standort Deutschland zu reformieren. Doch auch der Mitte Dezember ausgehandelte Reformkompromiß dürfte nichts daran ändern, daß die von den bisherigen wirtschaftspolitischen Weichenstellungen ausgehenden Impulse noch zu schwach sind, um der Konjunktur einen wirklich großen Schub zu geben.

Mit 26 Wirtschaftsverbänden erwartet die Mehrheit für das Jahr 2004 eine etwas höhere Produktion bzw. einen leicht steigenden Umsatz der ihnen angeschlossenen Unternehmen. Immerhin 10 Branchen gehen allerdings von einem anhaltenden Stillstand aus. Zugleich befürchten nur noch 6 Wirtschaftszweige - darunter die Bauwirtschaft und das Handwerk -, daß die Produktions- bzw. Umsatzzahlen im kommenden Jahr etwas niedriger ausfallen als 2003. Um den sich abzeichnenden Aufschwung noch stärker anzukurbeln und ihn auf eine dauerhafte Basis zu stellen, wird es vor allem darauf ankommen, daß der Exportfunke auf die Investitionstätigkeit überspringt. Laut IW-Umfrage ist dies durchaus in Sicht: So wollen 16 von 43 Sparten im Jahr 2004 ihre Investitionen erhöhen. Weiterhin planen die Unternehmen aus 19 Wirtschaftsbereichen, im kommenden Jahr zumindest ebenso viel zu investieren wie 2003.

Der Aufschwung schlägt sich aber noch nicht am Arbeitsmarkt nieder. Eine knappe Mehrzahl der Verbände erwartet für 2004 vielmehr einen weiteren Beschäftigungsrückgang. Dies gilt vor allem für Wirtschaftszweige, die sich vornehmlich auf das Geschäft mit inländischen Kunden konzentrieren. Weitere 20 Branchen halten eine gleich bleibende Beschäftigtenzahl für wahrscheinlich. Lediglich die Unternehmen der Kunststoffverarbeitung werden voraussichtlich unterm Strich zusätzliche Arbeitskräfte einstellen.

Zum Jahresausklang möchte ich mich bei allen Geschäftspartnern und Kollegen für die erfolgreiche, gemeinsame Arbeit bedanken und wünsche Ihnen ein glückliches und erfolgreiches Jahr 2004.

Friedhelm Denkeler, 01.01.2004

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