Deutsche Qualitätspreise 2006 vergeben
Busch-Jaeger und T-Systems gewinnen den Ludwig-Erhard-Preis
Die Busch-Jaeger Elektro GmbH (BJE), Lüdenscheid, ist in diesem Jahr für ihre Spitzenleistungen im Wettbewerb mit dem Ludwig-Erhard-Preis in der Kategorie “Große Unternehmen“ ausgezeichnet worden. Bei den “Mittleren Unternehmen“ ging der Qualitätspreis an T-Systems Multimedia Solutions GmbH, Dresden. Vertreter beider Firmen nahmen die wichtigste deutsche Auszeichnung für Unternehmensqualität am 15. November 2006 in Berlin entgegen. “Der Unternehmenserfolg ist bei Busch-Jaeger auf eine Strategie über die Marke und das Bekenntnis zum Standort zurückzuführen“, begründete Dr. Wolfgang Kaerkes, Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Qualität, die Jury-Entscheidung der Initiative Ludwig-Erhard-Preis. T-Systems Multimedia Solutions habe sich “über ein Netz von Kommunikation und Wissensmanagement“ innerhalb von drei Jahren zum Branchenbesten entwickelt und den Umsatz innerhalb von fünf Jahren verdreifacht.
BJE bekannte sich im Wettbewerb zum Erhalt der Arbeitsplätze am Standort Deutschland und begegnete allgemeinen Rationalisierungsmaßnahmen mit gezieltem Insourcing. Trotz des schwierigen Umfelds im Inland waren die Umsätze in der Baukonjunktur in den letzten Jahren konstant. Auch Produktivität und variable Herstellkosten zeigten einen positiven Trend. Den zweiten Platz bei den großen Unternehmen belegte die Grundfos Pumpenfabrik GmbH, Wahlstedt. Eine wesentliche Stärke lag in der Wertevermittlung an die Mitarbeiter, woraus eine enge Verbundenheit mit dem Unternehmen resultiere. Auch der dritte Platz der Homag Holzbearbeitungssysteme AG, Schopfloch, ging im Wesentlichen auf die Mitarbeiterentwicklung und -beteiligung zurück.
Bei den “Mittleren Unternehmen“ hatten die Assessoren bisher in noch keiner Organisation eine solch durchgängige und konsequente Nutzung des Excellence-Modells kennen gelernt, wie bei T-Systems. Auf allen Ebenen käme man mit wenigen Schritten zu Zielsetzungen, Maßzahlen, überwachten Prozessen und einem gelebten Geist der ständigen Verbesserung. Das Pflegeunternehmen domino-world e.V. Gesundheits- und soziale Dienste, Birkenwerder, und das Werk Wissen der Kautex Textron GmbH & Co. KG wurden hier mit einem zweiten Platz ausgezeichnet. Domino hatte sich über eine klare Strategie deutlich vom Wettbewerb abgehoben. Hier zeigten die finanziellen Ergebnisse, dass die Organisation “genügend Spielraum erwirtschaftet, um eine positive Weiterentwicklung zu finanzieren“. Bei Kautex hatten “Unternehmensgestalter“ aus dem Mitarbeiterkreis zu einer hohen Identifikation mit dem Unternehmen beigetragen. Den dritten Platz belegte die GRG Gebäudereinigung Sonne + Schwarz GmbH & Co. Servive KG, Hamburg. GRG zeichnete sich durch klare Führungsstrukturen aus. Die Vorarbeiter bildeten eine wichtige Stütze bei der Umsetzung des Qualitätsgedankens. Dabei stand das Unternehmen in einem hart umkämpften Dienstleistungsmarkt mit starkem Preisdruck und beschäftigt überwiegend Mitarbeiter mit unterdurchschnittlicher Qualifikation. Die GRG Berlin erhielt 2006 den Qualitätspreis Berlin- Brandenburg.
In der Kategorie “Kleine Unternehmen“ wurde kein Preis vergeben. Hier belegte die Zahnarztpraxis Schöttelndreier und Dr. Rapsch aus Bielefeld den zweiten Rang. Platz drei belegte das Pflegeheim St. Liborius aus Attendorn. Die Zahnarztpraxis brauche als kleine Organisation den Vergleich mit großen Unternehmen nicht zu scheuen, so die Jury. Durch “konsequente Kundenorientierung“ in Bezug auf Prophylaxe mache sich das Unternehmen unabhängig von einem staatlich gesteuerten Gesundheitssystem, was zum nachhaltigen Erfolg der Praxis führe. Die Liborius-Leitung motivierte ihre Mitarbeiter, Pflege mit messbarer Effizienz zu verbinden. Dem Pflegeheim war es somit gelungen, die Pflege für Menschen sowohl unter ökonomischen als auch diakonischen Aspekten zu meistern.
Friedhelm Denkeler, 16.11.2005, Quelle: Initiative Ludwig-Erhard-Preis
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