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Den gezielten Aufbau einer Arbeitgebermarke
zur Personalrekrutierung nutzen

80 % der Bewerber legen auf ein gutes Betriebsklima und
71% auf das Image des Unternehmens hohen  Wert

Fach- und Führungskräftemangel im Mittelstand bedrohen teilweise Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit. Wie können kleinere und mittelständische Unternehmen den Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte gewinnen? Neben dem üblichen Personalmarketing ist der Aufbau einer guten Arbeitgebermarke (Employer Brand) wichtig. Das Rüstzeug zur Entwicklung einer Arbeitgebermarke hat eigentlich jedes Unternehmen bereits im Gepäck: Die klassischen Regeln der Markenbildung – doch nur die wenigsten wenden sie an! Dabei schließen nicht nur die Kunden bei der Kaufentscheidung von der Bekanntheit eines Unternehmens auf die Qualität seiner Produkte – auch der Bewerber tut es!

Der gezielte Aufbau einer Arbeitgebermarke (Employer Branding), zielt darauf ab, die Personalrekrutierung effizienter zu gestalten und die Qualität der eingehenden Bewerbungen zu steigern. Es unterstützt Unternehmen dabei, Personalengpässe zu überwinden, adäquat auf den Fachkräftemangel zu reagieren sowie die Voraussetzungen für Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit zu schaffen. Eine Studie von compamedia, Ausrichter der Benchmarks "Top Job - Die 100 besten Arbeitgeber im Mittelstand", hat bestätigt, dass der Mittelstand in dieser Beziehung noch Nachholbedarf hat.

Fast 80 Prozent der befragten Unternehmen sagen, dass Bewerber vor allem Wert auf ein gutes Betriebsklima legen. Danach führen sie das Image des Unternehmens an (71 Prozent) sowie flache Hierarchien, Gestaltungsspielräume, einen hohen Grad an Eigenständigkeit (68 Prozent). Übertarifliche Vergütung und ein wettbewerbsfähiges Gehalt nehmen mit 64 Prozent den vierten Platz ein. Während das Image des Unternehmens nach Einschätzung der Befragten bei Bewerbern also an zweiter Stelle liegt, schätzen sie die Bedeutung eines guten Arbeitgeberimages als weniger wichtig ein (40 Prozent). Das Arbeitgeberimage ist nach Einschätzung der Unternehmen für die Bewerber aber immer noch wichtiger als etwa Leistungsprämien oder soziale Leistungen. Fast jeder zweite Teilnehmer der Umfrage gibt an, das Image als attraktiver Arbeitgeber aktiv an Bewerber zu kommunizieren (siehe Grafik).

PR und Kommunikation sind die entscheidenden Hebel für einen attraktiven Arbeitgeberauftritt. Bei der Frage nach der Bedeutung verschiedener Maßnahmen für einen attraktiven Arbeitgeberauftritt messen nahezu alle Befragten (95 Prozent) dem positiven Image des Unternehmens eine hohe Bedeutung bei. Überraschend ist, dass dennoch das Image als Unternehmen und als Arbeitgeber von Unternehmen nur nachrangig als Grund dafür angeführt werden, warum offene Stellen nicht besetzt werden können. Ebenso wichtig wird die gezielte Presse- und Öffentlichkeitsarbeit eingestuft: 89 Prozent bewerten sie als wichtig bzw. sehr wichtig. 88 Prozent der Befragten bewerten generelle Imagemaßnahmen als Arbeitgeber als wichtig und sehr wichtig. Dieselbe Bedeutung messen die Unternehmen der schriftlich fixierten Erwähnung der Mitarbeiter in der Unternehmensphilosophie bei.

compamedia (siehe rechts) hat dazu einen praktischen Leitfaden für den Mittelstand herausgebracht (siehe Link). Der Leitfaden enthält konkrete Tipps, wie mittelständische Unternehmen eine Arbeitgebermarke aufbauen und als attraktiver Arbeitgeber glänzen können. Dazu gehören die strategische Entwicklung von Kernbotschaften, die Ausarbeitung eines Arbeitgeberslogans, an der Arbeitgebermarke ausgerichtete Stellenanzeigen, Karrierewebsite als eigenständige Karriererubrik auf der Unternehmenswebseite einrichten, positives Arbeitgeberimage durch Medienarbeit aufbauen, die Teilnahme an Arbeitgeberrankings und eine gute Platzierung beim Qualitätspreiswettbewerb verschafft Gehör in der Öffentlichkeit.

Friedhelm Denkeler, 19.05.2008

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< Siehe auch Artikel “Deutschland
   geht der Ingenieurnachwuchs aus”

< Employer Branding für den
    Mittelstand - Leitfaden zur
    Top-Arbeitgebermarke
(PDF)

< www.top-arbeitgebermarke.de

 

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Zur Umfrage "Arbeitgebermarke"

Die Umfrage "Arbeitgebermarke" wurde im Januar 2008 von der compamedia GmbH unter 280 Geschäftsführern, Inhabern und Personalverantwortlichen von mittelständischen Unternehmen in ganz Deutschland durchgeführt.

Über compamedia

compamedia führt Rankings wie "TOP JOB - Die 100 besten Arbeitgeber im Mittelstand", "TOP 100 - Die 100 innovativsten Unternehmen im Mittelstand" sowie "Ethics in Business" durch. Die Wettbewerbe zeichnen jährlich die besten Unternehmen aus.

Was ist Employer Branding?

Der Begriff hat seine Wurzeln im Marketing: Er leitet sich aus Employer(Arbeitgeber) und Branding (Markenbildung) ab und beschreibt den Prozess des Markenaufbaus als Arbeitgeber. Liegt eine Arbeitgebermarke erst einmal vor, spricht man von der Employer Brand (im Unterschied zu: Unternehmensmarke bzw. corporate brand).

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